3. Rang am Stierenberglauf FR – 1.8.2017

Heute ist Dienstag, 1. August 2017, die Schweiz feiert ihren Nationaltag und ich stehe in Schwarzsee am Start zum Stierenberglauf im Kanton Freiburg. Ich starte hier zum 5. Mal, und ich will heute meine persönliche Bestzeit unterbieten. Aber vor allem freue ich mich auf den schönen Lauf in der einmaligen Umgebung. Beim Einlaufen blicke ich noch einmal in den Schwarzsee. Der ist so dunkel wie der Name schon sagt. Da es praktisch windstill ist, bleibt die Seeoberfläche glatt, sodass sich die charakteristischen Hügel und Berge rundum darin spiegeln – ein schöner Anblick!

Wir starten um 9.30 Uhr am See in Gypsera zum 9,7 km langen Berglauf. 620 Höhenmeter sind zu bewältigen. Das Streckenprofil hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Vogellisiberglauf; die Steigung, die Abstiege und coupierten Abschnitte. Die ersten 2 Kilometer verlaufen dem See entlang und sind fast flach. Ich laufe nicht zu schnell los, es ist am Anfang sowieso etwas eng. Nun kommt der erste Aufstieg – der längste am Stück und der steilste – , ich komme in Schwung und gebe Gas, denn es ist mein Part!

Nachdem ich auf diesem Abschnitt einige Läuferinnen und Läufer überholt habe, überhole ich kurz vor dem Verpflegungsposten (bei ca. Kilometer 4) die bisher drittpositionierte Läuferin Inge Jenny (Siegerin 2016). Es ist sehr heiss heute, darum laufe ich etwas dosiert weiter. Die Strecke flacht nun kurz etwas ab und geht zur nächsten Steigung auf eine Matte über. Nach ca. 5,5 km erreiche ich das Rippetli, bevor ein steiler Abstieg über Sock und Stein kommt. Das Interessante dabei: Das Ziel kommt erst bei 9,7 km, ist aber nur 1 m höher als das Rippetli. Was für mich bedeutet: Jetzt kommt der harte Teil der Strecke, denn das Streckenprofil kommt mir nicht entgegen und ich muss schauen, dass ich meinen Podestplatz auf den Abstiegen und flacheren Abschnitten nicht verliere.

Es ist sehr heiss und ich sehne mich nach einem Sprung in den Schwarzsee! Es kommt noch ein Verpflegungsposten, aber ich kühle mich zusätzlich bei einem Brunnen am Streckenrand etwas ab… Sowas mache ich sonst nie (ist nur Zeitverlust!), aber ich habe das Gefühl, zu verglühen…

Trotz der Hitze versuche ich die letzten 1,5 Kilometer flüssig zu laufen und das Tempo einigermassen aufrecht zu erhalten. Auch wenn ich das Gefühl habe, nicht mehr ganz so gut unterwegs zu sein, kann ich meinen 3. Rang halten! Ich laufe mit 54:48 ins Ziel und freue mich über das tolle Resultat: Einerseits habe ich meine persönliche Bestzeit deutlich unterboten (55:45 von 2011) und andererseits auf die Siegerin Sandra Brügger nur 2min 07sek verloren!

Als mein Trainer etwas später im Ziel eintrifft, besprechen wir kurz den Lauf. Ich erzähle, dass ich das Gefühl hatte, auf der zweiten Streckenhälfte wegen der Hitze ein wenig eingebrochen zu sein. Da er auch gelaufen ist und meinen Rennverlauf von hinten beobachten konnte, hat er gleich gekontert: «Das kann gar nicht sein, dass du eingebrochen bist – ich habe gesehen, dass sich dein Vorsprung auf die 4. und 5. Läuferin eben genau auf dieser zweiten Streckenhälfte vergrössert hat!» –  «Wasss?!? Tatsächlich…», entgeht es mir. In dem Fall hatte nicht nur ich zu heiss…!

Nach dem Lauf bin ich total zufrieden und bin mir sicher, dass hier am Stierenberglauf eine Steigerung auf jeden Fall möglich sein muss (sei es auch nur wegen niedrigeren Temperaturen…)! Ich glaube, ich komme erst noch richtig in Schwung😉

Startgelände am Schwarzsee

Am Streckenrand…
Im Zielgelände auf der Riggisalp

Ein freudiges Wiedersehen mit Görel und Urs Bieri. Görel kann diese Saison wegen einer Fussverletzung leider keine Läufe machen.
Mit Siegerin Sandra Brügger auf dem Podest. Die Zweite, Maya Chollet, fehlte leider an der Preisverteilung.

Rangliste 2017

2. Rang am Vogellisi Berglauf BE – 16.7.2017

Bevor meine Sommerferien beginnen, studiere ich das Berglaufprogramm von Swiss Running. Ich muss nicht lange überlegen – mein nächstes Rennen wird der Vogellisi Berglauf sein: 12,6 km Streckenlänge und 860 m Höhenunterschied von Adelboden bis Sillerenbühl! Ich entscheide mich nach Bauchgefühl für diesen Berglaufklassiker im Berner Oberland. Mein Trainer hat anfangs einige Bedenken, denn seit meiner Fussverletzung letzten Herbst habe ich praktisch nur auf dem Rennrad trainiert und nur wenige Lauftrainings absolviert. Und: Ich habe 2017 nur 2 Bergläufe gemacht, welche erst noch nur halb so lang waren wie der Vogellisi Berglauf! Die Bedenken sind berechtigt, aber ich bleibe bei meiner Idee – schliesslich fühle ich mich gut, bin top motiviert und will endlich wieder einmal ins alpine Gelände!

So stehe ich heute am Start: Mit dem Risiko muskuläre Probleme zu bekommen, weil ich diese Streckenlänge und das Bergabrennen nicht trainiert habe, aber trotz allem bin ich mir meiner Sache sicher und freue mich riesig auf den Lauf!

Der Startschuss fällt um 10.00 Uhr. Dass es anfangs ein wenig staut, bewahrt mich davor, einen Schnellstart hinzulegen. Ich laufe also locker los und forciere nicht. Es steigt im Moment nur leicht, ich laufe bei den Frauen um die 10. Position. Als es steiler wird, fange ich an zu überholen. Zwischen Kilometer 3 und 4 überhole ich zwei Läuferinnen, welche fast hintereinander laufen. Bei der Spurtwertung bei Kilometer 4 (Bergläger) bin ich schon an 3. Position bei den Frauen und hole mir somit eine Spurtprämie.

Da es noch 8,6 km sind bis zum Ziel, behalte ich den lockeren Tritt. Pressieren bringt nichts 😉 ! Der blaue Himmel zeigt sich, es wird warm und ich trinke bei jedem Streckenposten etwas. Nach Bergläger flacht der Weg etwas ab, wird dann aber bald wieder steil und ich arbeite mich vor – kurz vor dem Streckenposten Geils hole ich die bisher zweitpositionierte Läuferin Kathrin Knuchel ein. Ich überhole und forciere jetzt im steilen Gelände. Ich überhole immer noch Läufer, auch wenn das Läuferfeld hier vorne ziemlich auseinandergezogen wurde und man viel Platz hat.

Ich erreiche das Hahnenmoos. Ab jetzt wird es hart für mich, denn nun macht sich das rare Lauftraining bemerkbar – die steilen Zwischenabstiege setzen mir arg zu und ich muss richtig beissen, damit ich den Vorsprung, den ich auf die schnelle Läuferin Kathrin Knuchel herausgelaufen habe, noch irgendwie managen kann. Sie läuft besser bergab als ich und kommt mir wieder näher. Nach dem letzten Abstieg läuft nur noch mein Kopf dieses Rennen resp. den letzten Aufstieg zum Ziel; ich habe Fuss- und Wadenkrämpfe, eigentlich kann ich nicht mehr, aber mein Wille ist stärker als mein Handicap und ich bringe den 2. Rang ins Ziel! Was für ein Krimi! Was für ein Lauf und vor allem freue ich mich darüber, dass ich (ausgenommen von den Krämpfen) keine Schmerzen an den Füssen hatte! Ende gut, alles gut!

Im Ziel erwarten mich meine sportliche Betreuerin Daniela Siegenthaler und mein Vater, welcher mit dem Bike hinaufgefahren ist. Kurz darauf kommt auch schon mein Trainer Hansruedi Bühler ins Ziel; er hat auch am Lauf teilgenommen. Vielen Dank den Dreien für ihre tolle Unterstützung, die treue Begleitung und Begeisterung!

Vor dem Start
Überraschung auf der Strecke…
Der letzte Abstieg

Folgende drei Fotos von Peter Russenberger:

Die drei schnellsten Frauen: Siegerin Petra Eggenschwiler (mitte), ich und Kathrin Knuchel.

Mein Vater, ich und mein Trainer

 

Silleren – es hat um die 1`000 Teilnehmer

Rangliste 2017

2. Rang bei Vicques-Rétemberg JU – 23.6.2017

Heute steht mein zweiter Berglauf 2017 bevor – 6,3km Streckenlänge und 412m Steigung. Das Besondere – ich starte zum ersten Mal im Kanton Jura.

Ich habe mich schon die ganze Woche darauf gefreut! Es gibt so viele schöne Gegenden in der Schweiz. Und die Juragebirgszüge gefallen mir ganz besonders; rundum steile Wälder und gleichzeitig das Gefühl von einer Weite, wenn man in die Ferne blickt. In der dicht besiedelten Schweiz ist das selten. Mich hat es immer schon in den Jura gezogen. Bevor ich mit den Bergläufen angefangen habe, unternahm ich längere Velotouren durch die Schweiz und Frankreich. Die Strecke vom Scheltenpass über die weite Ebene Richtung Delémont weiter nach Frankreich kommt mir sehr bekannt vor. Zudem habe ich einen grossen Teil des Jura-Höhenwanderwegs – Chemin des Crêtes – abgewandert. Den Rétemberg kenne ich allerdings noch nicht…

Die Hinfahrt mit dem Auto dauert gar nicht so lange, wie gedacht. Dafür ist die Hitze enorm – ich muss ständig drauf und dran sein, genug zu trinken. Es ist ca. 32°C – gefühlt aber etwa 40! Darum beschränke ich das Einlaufen auf 15 Minuten, eingeheizt bin ich ja bereits…

Der Start ist im Dorf. Heute bin ich ungewohnt aufgeregt und den ersten Kilometer laufe ich etwas zu schnell, was ich auf dem 2. Kilometer merke. Die Strecke führt aus dem Dorf auf einen Naturpfad und schliesslich durch den Wald, wo es sich ein wenig kühler anfühlt. Die erste Läuferin hat den Vorsprung schon von Anfang an ‚herausgelaufen‘, sodass ich sie nicht mehr sehe.

Im Wald folgt ein sehr schmaler und sehr steiler Pfad, wo ich etwas ‚aufdrehe‘, jedoch das Überholen beschwerlich ist. Zwischen Kilometer 3 und 4 ist ein Getränkeposten – ich kühle mich mit einem Becher Wasser ab… Ab dem 5. Kilometer flacht der breite Waldweg ab und ich ziehe mein Tempo auf dieser ‚Rennbahn‘ noch etwas an. Die letzten 300 Meter spurte ich noch, denn die Läuferin nach mir ist mir dicht auf den Fersen.

Mit einer Zeit von 35:12 beende ich den Lauf. Ich bin zufrieden, schliesslich ist es erst mein zweiter Lauf in dieser Saison und ich muss noch etwas in Schuss kommen. Meine Topform von letztem Herbst habe ich noch nicht ganz erreicht, aber ich bin auf gutem Weg dazu… Übrigens hat die Siegerin Odile Rein-Spycher heute neuen Streckenrekord aufgestellt – bravo!

Ankunft in Vicques
Noch 300 Meter…

Zieleinlauf auf dem Rétemberg

Rangliste 2017

Sieg am Berglauf Ufs Hörnli TG – 3.6.2017

Was für ein Comeback! Der Berglauf von Fischingen TG aufs Hörnli war kurz aber heftig – der 6,3 km lange und mit einer Steigung von 560 Metern steile Lauf bei Temperaturen gegen 30°C hatte es in sich! Das war mein erstes Rennen nach rund 7½ Monaten Wettkampfpause. Mein Ziel, wieder Wettkämpfe laufen zu können, habe ich mit diesem Sieg übertroffen.

Leider hatte ich mein letztes Saisonziel 2016, den Berglauf La Dérupe VS, wegen einer Fussverletzung streichen müssen. Nach einer 3-monatigen Laufpause musste ich den `Tritt` wieder finden und testen, ob mein Fuss wieder wettkampftauglich ist. Es war ungewiss, ob ich je wieder Bergläufe machen würde. Dass der Lauf nun so gut gelungen ist, überrascht und ist nicht selbstverständlich. Schliesslich habe ich ca. 80% meiner Trainingszeit auf dem Rennrad verbracht und nur ein absolutes Minimum an Lauftrainings absolviert.

Vor dem Start ist es so heiss, dass ich nur ein 15-minütiges Einlaufen mache… Da die Startstrecke schon sehr steil ist, laufe ich locker los und ziehe das Tempo erst nach ca. 10 Minuten an. Langsam arbeite ich mich vor und bin nach ungefähr einer Viertelstunde bei den Frauen an der Spitze. Mit der Hitze komme ich gut klar. Die Laufstrecke besteht mehrheitlich aus Naturwegen und hat sehr steile Abschnitte, was mir sehr gut liegt. Ich überhole immer wieder Läufer, orientiere mich aber an einem Läufer, der immer mit gleichem Vorsprung mein Tempo läuft.

Mir läuft es sehr gut. Als die 6-Kilometer-Marke kommt, will ich die 300 Meter bis ins Ziel spurten. Erst dort merke ich die Hitze und weiss, dass ich eigentlich nicht mehr schneller kann. Aber wenn ich mal zum Spurt angesetzt habe, dann ziehe ich’s durch! Voilà!

Folgende Fotos aus der Homepage des Veranstalters www.lscwil.ch:

Start in Fischingen

Auf dem Hörnli auf 1’133 m

Siegerehrung… Zu meiner Linken Fabe Downs

Rangliste 2017

2. Rang bei Biel-Magglingen BE – 22.10.2016

Bei schönstem Wetter kommen wir – mein Trainer Hansruedi, Daniela und ich – in Biel an. Auf dem Fussweg vom Bahnhof zum Startgelände bei der Kanu-Anlage am Bielersee laufen wir bei der Schiffländte vorbei und über die grosszügige Parkanlage. An den leuchtend gefärbten Laubbäumen kommen wir ohne ein paar Fotos zu schiessen nicht vorbei…

Der Berglauf von Biel nach Magglingen ist 7,837 Kilometer lang und hat eine Steigung von 500 Höhenmetern. Letztes Jahr habe ich ihn mit einer schnellen Zeit von 40 Minuten und 17 Sekunden gewonnen. Heute will ich um den Sieg laufen und meine persönliche Bestzeit unterbieten!

Der Startschuss fällt um 14 Uhr. Das Startstück auf der Hauptstrasse am See ist flach. Die Steigung kommt erst nach ca. 800 Metern. Der Aufstieg ist auf dem schönen Waldweg Richtung Magglingen. Von Beginn weg führt die Spitzenläuferin Gabi Nyffeler das Rennen bei den Frauen an. Ich habe ca. 30 Sekunden Rückstand auf sie und bin somit an 2. Stelle. Da das Läuferfeld jetzt recht auseinandergezogen ist und ich von Anfang an ein flottes Tempo angeschlagen habe, überhole ich nur selten einen Läufer. Aber ich bin mir bewusst, dass ich weit vorne und sehr schnell unterwegs bin.

Die Steigung ist bis ca. Kilometer 5 gleichmässig, dann flacht der Weg ein wenig ab und schliesslich kommt ein Flachstück mit leichtem Gefälle. Nach 6,5 Kilometern kommt ein kurzes, aber sehr steiles Zwischenstück, wo ich nochmals alles aus mir heraushole. Ich nähere mich Gabi Nyffeler ein wenig, aber die Rampe ist viel zu kurz (etwa 400 Meter). Danach ist man auf dem höchsten Punkt der ganzen Strecke. Der darauffolgende Abstieg ist ein kompletter Kontrast zu vorhin – steil und schnell renne ich hinunter, sodass mir fast die Beine davonfliegen! Der Waldweg endet und die Strecke führt um eine abrupte Linkskurve über den Parkplatz auf den geteerten Weg zum Ziel. Ich renne um jede Sekunde – 39:56 zeigt die Zeitmessung an – meine persönliche Bestzeit ist um 21 Sekunden geschlagen! Ich bin total happy über das geniale Resultat!! Ich freue mich riesig, auch wenn ich meinen Sieg vom letzten Jahr (trotz schnellerer Laufzeit) nicht wiederholen konnte. Ich habe schliesslich einen Rückstand von 36 Sekunden auf die Siegerin Gabi Nyffeler. Es wird gleich klar, dass wir ersten zwei Frauen extrasuperschnell waren, und zwar auch im Männerfeld!! Übrigens hat Gabi Nyffeler den Streckenrekord bei den Damen geknackt! Bravo!

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Bielersee mit Blick auf Magglingen

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Trainer Hansruedi Bühler
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Wunderschön: Herbst in Biel

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‚Besonnt‘: Daniela, Hansruedi und ich
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Overall: Siegerin Gabi Nyffeler, 2. ich und 3. Stefanie Gygax

 

3. Sieg am Jeizibärg-Lauf VS – 16.10.2016

Bei Dunkelheit verlasse ich heute Morgen meine Wohnung in Steffisburg. Während der Zugfahrt nach Visp fängt es an zu dämmern. Meine sportlichen Begleiter Hansruedi und Daniela sind auch dabei. Wir nehmen in Visp das ‚Poschi‘ nach Gampel, wo der Start des Jeizibärg-Laufs ist. Als Einstimmung auf den Berglauf spielt Daniela den Song On Fire von der Walliser Sängerin Stefanie Heinzmann auf ihrem Handy ab. Dieser hat mir an den letzten zwei Walliser Bergläufen, die ich gelaufen bin, Glück gebracht. Nun werde ich schon etwas nervös.

In Gampel angekommen, mache ich mich für den 6,15 Kilometer langen und mit 885 Höhenmetern sehr steilen Berglauf bereit. Der Jeizibärg-Lauf ist im Wallis einer der beliebtesten und für mich persönlich einer der schönsten Bergläufe überhaupt, weshalb ich ihn dieses Jahr wieder fix in meiner Saisonplanung eingetragen hatte. Und er ist einer der ersten Bergläufe, die ich bestritt; 2004 habe ich mit Bergläufen angefangen. In dem Jahr (mit 19 Jahren) hatte ich hier eine Zeit von 52 Minuten und 08 Sekunden gelaufen, also nur rund 8 Minuten langsamer als 2015, als ich gewann. Das war schon damals eine recht schnelle Zeit, was bestätigt, dass mir dieser Lauf sehr gut liegt.

Heute fühle ich mich gut und bin für den Lauf top motiviert! Heute will ich alles geben und um den Sieg laufen. Die Konkurrenz ist hier immer sehr gut und es wird ganz bestimmt nicht einfach. Auch die Topathletin Victoria Kreuzer ist am Start. Sie hat den Jeizibärg-Lauf bereits 4x gewonnen und hat bei den Damen den Streckenrekord.

Bei stahlblauem Himmel starten wir um 11 Uhr bei der Talstation der Seilbahn. Wie letztes Jahr starte ich locker und bin anfangs 6. Frau. Ich arbeite mich vor und orientiere mich vor allem an Victoria, welche ca. 30 Sekunden vor mir läuft und ebenfalls im Überholmodus ist. Sie übernimmt nach einer Weile die Führung bei den Frauen, und ich überhole immer im gleichen Abstand zu ihr die gleichen Läuferinnen und Läufer wie sie. Nun bin ich an 2. Stelle.

Es geht so weiter und ich nähere mich Victoria nur langsam. Nach rund 20 Minuten habe ich sie eingeholt und wir laufen am Getränkeposten vorbei. Es ist jetzt ziemlich steil, ich überhole sie und merke ‚die Aufholjagd‘ ein wenig. Nach einer Weile fühle ich mich besser und versuche, bis ins Ziel ein flottes Tempo zu laufen. Ich kann meinen Vorsprung ein wenig ausbauen, schaue dann aber nicht mehr zurück, sondern nur noch vorwärts.

Je näher das Ziel kommt, desto mehr Zuschauer hat es am Streckenrand. Ich konzentriere mich auf den Weg und schaue weder links noch rechts. Aber von überall her höre ich Leute klatschen und rufen. Einmal ruft sogar jemand meinen Namen – ich werde regelrecht hinaufgetragen! Nun nehme ich noch die letzten 250 Meter in Angriff. Im Gegensatz zum letzten Jahr laufe ich heute den Abschnitt mit der Rampe leichter und dynamischer. Ich spurte noch auf den letzten Metern zum Ziel und freue mich riesig über diesen Sieg! Es ist mein dritter Sieg am Jeizibärg-Lauf!

Fotos von Daniela Siegenthaler:

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Gampel: Startnummernausgabe
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Vor dem Lauf…
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Gampel
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Trainer Hansruedi Bühler geht schon mal voraus…

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Ausserhalb der Rennstrecke 😉

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Im Rennen – hier komme ich

 

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Jeizinen ist nicht mehr weit

 

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Fotoshooting mit Victoria Kreuzer
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Victoria zu den Fotografen: „Isch der Chopf drüff?“
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Zielgelände im Dorf

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Belohnung danach – Raclette

Weitere Infos und Pressemitteilungen auf der Internetseite des Ski-

clubs Jeizinen (Veranstalter des Berglaufs): www.jeizinen.ch

 

Rangliste 2016

 

 

Sieg am Ringgis-Berglauf BE – 1.10.2016

Zur Abwechslung und um neuen Schwung zu bekommen, mache ich heute den Ringgis-Berglauf im Emmental. Der Lauf ist 3,75 Kilometer lang und hat eine Steigung von 237 Metern. Nach all den extrem steilen Bergläufen, die ich in den letzten Wochen gemacht habe, tut es gut, zwischendurch einen kürzeren und vor allem (im Vergleich) ’schnellen‘ Berglauf zu laufen. Nach dem Motto von Anita Weyermann Gring achä u seklä renne ich heute von Wildeneybad (Bowil) vollgas auf die Winterseiten, wo das Ziel ist. Die Strecke verläuft auf Naturweg durch den Wald mit einem kurzen Abstieg. Aus dem Wald geht es dann über eine Matte und schliesslich den steilen Schlussaufstieg ins Ziel. Diesen schönen Lauf kann ich nur weiterempfehlen!

Es herrschen heute gute Laufbedingungen – angenehm kühl und (noch) trocken. Mir läuft es sehr gut; ich gewinne mit einer Zeit von 18 Minuten und 47 Sekunden. Wie ich sehe, ist meine gelaufene Zeit die zweitschnellste Frauenzeit aller Zeiten (der Lauf wurde zum 26. Mal ausgetragen) hinter dem Streckenrekord von Mirja Jenni von 18:08 aus dem Jahr 2014. Ich freue mich über das tolle Resultat und bin motiviert, ein andermal diesen Streckenrekord anzupeilen 😉

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Bild: www.skiclub-bowil.ch

 

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Nach dem Rennen – hinter mir ist das Ziel sichtbar
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Den Siegespokal erhalte ich von der früheren Spitzenläuferin Rösly Brechbühl / Bild: www.skiclub-bowil.ch

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2. Rang am Wildspitzlauf SZ – 25.9.2016

Heute begleitet mich leider niemand nach Steinerberg, ich bin alleine unterwegs. Schon früh morgens nehme ich den Bus nach Thun. Und siehe da: Als ich aus dem Bus steige und zielstrebig Richtung Züge marschiere, sehe ich in grossen Lettern ein fröhliches Heija Tate auf dem Boden. Was für eine schöne Überraschung!

Nachdem ich diese Entdeckung gemacht habe, guckt auch schon Daniela lächelnd hinter der Ecke des Bahnhofsgebäudes hervor. Ich freue mich sehr und wir nehmen vor meiner Abfahrt noch einen Kaffee. Etwas später taucht auch noch mein Trainer Hansruedi auf, um mir einen guten Lauf zu wünschen. Ab geht’s nach Steinerberg Kanton Schwyz!

Schon um 9 Uhr bin ich am Startort. Ich mache mich bereit für den 7,75 km langen Wildspitzlauf, der 960 Meter steigt. Ein schöner Berglauf, ich freue mich darauf! Das Wetter ist schön, ich bin in Form und fühle mich gut – es kann losgehen!

10 Uhr 45: Der Startschuss fällt. Ich laufe als 3. Frau locker los. Nadja Kessler übernimmt gleich die Führung bei den Frauen. Noch im ersten Kilometer bin ich an 2. Stelle. Schon von Anfang an habe ich ca. 30 Sekunden Rückstand auf Nadja.

Die Strecke verläuft über die sehr steile, asphaltierte Strasse. Ich laufe regelmässig und fühle mich gut. Immer wieder überhole ich Läufer. Der Rückstand auf Nadja Kessler ist plus/minus immer gleich. Als es nach ca. 5 Kilometer fast flach wird und einen Kilometer lang nur leicht steigt, vergrössert sich der Abstand von Nadja zu mir. Ich behalte sie im Blick, aber forciere nicht, es wird nochmals richtig steil.

Nun kommt die Abzweigung in den wurzeligen, steilen Waldpfad, der schliesslich auf die Wiese übergeht. Dieser Abschnitt ist sehr steil und ich hole wieder ein wenig auf. Nun drücke ich aufs Gas und gebe alles. Ebenfalls Nadja Kessler. Diejenigen Läufer, die sie überholt, überhole ich auch. Aber ich komme leider nicht mehr näher. Schliesslich kommen die letzte Kurve und die letzten 250 Meter, und es ist klar, dass es zu einem Überholspurt bei Weitem nicht mehr reichen kann. Ich spurte nur noch die letzten 100 Meter, um wenigstens eine gute Zeit herauszuholen. Ich habe gehofft, meine persönliche Bestzeit von 2015 von 51 Minuten und 28 Sekunden zu toppen, aber ich bin heute 15 Sekunden langsamer. Mit 26 Sekunden Rückstand auf die Siegerin werde ich Zweite. Ich bin im Ziel und kann mich einfach nicht wirklich freuen. Auch die wunderschöne Aussicht auf die Zentralschweizer Berge kann mich heute nicht trösten.

In Gedanken gehe ich das Rennen nochmals durch. Was habe ich heute falsch gemach? – Fazit: Nichts! Ich habe mein Bestes gegeben, wir haben beide gefightet und schliesslich bin ich meine zweitbeste Zeit gelaufen – was will ich mehr? Abgesehen davon: Ich war auch noch nie vor Nadja Kessler – starke Läuferin, starke Leistung! Alles ist also OK! Freude über den gelungenen Lauf kommt doch noch auf. Aber klar ist: Meine persönliche Bestzeit will ich auf jeden Fall unterbieten – dann halt ein andermal!

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6 Uhr 15: Überraschung auf dem Bahnhofplatz Thun… 😉
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Aussicht aus Steinerberg
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Eine Wanderung auf den Wildspitz dauert etwas länger als meine 51 Laufminuten…
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Die drei schnellsten Frauen: Siegerin Nadja Kessler, 2. ich, 3. Alexandra Wallimann

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Streckenrekord und 4. Sieg bei La Grimpette des Bédjuis VS – 10.9.2016

Kurz zusammengefasst: Das ist mein Rennen.

Warum? Das Rennen ist wie gemacht für mich: Der 6,3 Kilometer lange Berglauf von Riddes auf les Crêteaux steigt happige 960 Meter, wobei der letzte Kilometer fast überhängend ist. Genau nach meinem Motto: Je steiler, desto besser! Dieses Streckenprofil liebe ich; das ist genau mein Ding!

Und weil heute die Tagesform gestimmt hat und mir alles gelungen ist, habe ich gleich mehrere Erfolge zu feiern: Den neuen Streckenrekord, den Sieg und gleichzeitig den 4. Sieg bei La Grimpette des Bédjuis. Nach der früheren Seriensiegerin Isabelle Florey, welche den Berglauf dreimal gewonnen hat, bin ich die neue Rekordhalterin.

Zum Rennverlauf:

Nach dem Einlaufen und ein paar Sprints reihe ich mich weit vorne im Läuferfeld ein. Am Start werden die Namen der letztjährigen Sieger und der schnellsten Läufer durchgegeben. Unter anderem, dass ich bei den Damen den Streckenrekord habe und die Teilnahme von Victoria Kreuzer, der schnellsten Walliser Bergläuferin. Was ich nicht weiss: Die englische Spitzenläuferin Sarah Tunstall, seit einigen Jahren eine der weltbesten Bergläuferinnen, ist auch am Start. Aber ich kenne sie nicht, was vermutlich von Vorteil ist (sonst hätte ich vor Ehrfurcht wohl nicht gewonnen…).

Vor dem Start kommt Victoria auf mich zu und wir geben uns sportlich die Hand und wünschen gegenseitig einen guten Lauf. Kurz vor dem Startschuss fokussiere ich mich und gehe nochmals meine Renntaktik im Kopf durch, denn heute will ich unbedingt gewinnen. Wie im Vorfeld mit Trainer Hansruedi Bühler besprochen, laufe ich 5,3 Kilometer mit Kopf und dann den letzten Kilometer bis zum Ziel mit Leidenschaft. Der Startschuss fällt. Ich setze die Worte in Tat um.

Der erste Kilometer führt durch das Dorf Riddes und ist nur leicht ansteigend. Ich laufe als 5. Frau locker los. Danach geht es in die steilen Serpentinen, wo ich an 3. Stelle hinter Victoria Kreuzer laufe. Auf dem engen und kurvigen Naturweg fange ich an zu überholen und bin nun 2. Frau. Die führende Läuferin Sarah Tunstall, welche mit ca. 30 bis 40 Sekunden Vorsprung voraus liegt, habe ich immer im Blick. Der schmale Weg mündet in die Dorfstrasse nach Isérables. Die Schlaufe durch das Bergdorf ist teilweise sogar flach. Der Abstand von mir zu Sarah Tunstall hat sich nur minim verringert. Sie läuft sehr konstant.

Ich nähere mich dem letzten Verpflegungsposten, welcher sich kurz vor dem letzten Kilometer befindet. Eher symbolisch nehme ich noch ein paar Schlucke Wasser. Nun schalte ich den Hebel um: Ab jetzt laufe ich Vollgas! Mit 11 Sekunden Rückstand auf Sarah Tunstall nehme ich den letzten Kilometer in Angriff. Ich überhole einige Läufer und nähere mich Sarah Tunstall. Nun überhole ich sie und ziehe das Tempo weiter. Immer noch laufe ich im Überholmodus und fühle mich in Bestform!

Ich wage nun einen Blick auf meine Stoppuhr. Ich bin bei 47 Minuten und ich weiss, das Ziel ist nicht mehr weit, was bedeutet: erneuter Streckenrekord ist möglich! Ich realisiere diese Umstände und ziehe das Tempo bei extremer Steilheit bis ins Ziel durch; mit 48 Minuten und 31 Sekunden passiere ich die Ziellinie – Streckenrekord!!! Unglaublich! Was für ein Rennen, was für ein Sieg!

Erst im Ziel erfahre ich von anderen Läufern, was für ein ‚Kaliber‘ von Bergläuferin ich da hinter mir gelassen habe; ich bin fast ein wenig geschockt.

Die sympathische Läuferin Sarah Tunstall und ich geben uns die Hand und wechseln ein paar wenige Worte auf Französisch. Als Victoria Kreuzer als dritte Läuferin ins Ziel kommt, gibt es anschliessend von uns drei schnellsten Frauen noch ein Pressefoto.

Es ist wohl einer der wenigen Bergläufe, an dem ich mein Potenzial voll ausschöpfen kann. Deshalb ist es auch kein Zufall, dass ich hier den Streckenrekord habe. Dass meine gelaufene Zeit hochkarätig ist, das beweist der Vergleich auf höchstem Niveau: Die hinter mir zweitrangierte Sarah Tunstall ist Weltklasseläuferin ( 4. Rang bei den Berglauf Weltmeisterschaften 2015). Diese Tatsache haut mich fast um! Und dazu kommt, dass ich schliesslich mit 48 Sekunden Vorsprung gewinne!

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Blick von Riddes auf Isérables
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Bergdorf Isérables

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In Isérables geht es meistens entweder nur hinauf oder hinunter!
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Der FLACHE Fussballplatz in Isérables grenzt an ein Wunder…

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Nach dem Rennen…

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Rangverkündigung auf dem Sportplatz
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Der Laufveranstalter: Club d’Athlétisme de Vétroz

Bericht auf www.calendrierdescourses.ch von Sylviane Bruchez

Kurzbericht auf Promosports:

www.promosports.ch

Rangliste 2016

 

2. Rang am Berglauf Brülisau – Hoher Kasten AI – 28.8.2016

Am Tag vor dem Lauf reise ich an. Der Startschuss fällt nämlich schon um 9 Uhr 15 in Brülisau. Der Berglauf ist 8,3 Kilometer lang und es sind 873 Meter bergauf zu bewältigen.

Letztes Jahr bin ich hier zum ersten Mal gestartet und ich war auf Anhieb vom ‚Kastenlauf‘ begeistert: Die märchenhafte Appenzeller Landschaft, welche an die traditionellen Scherenschnitte erinnert, das Alpsteingebirge mit dem markanten Hohen Kasten und das steile Streckenprofil haben es mir angetan.

Der Himmel ist blau, die Sonne strahlt und es ist schon vor dem Start so warm, dass man lieber nicht zu lange Aufwärmübungen macht. Heute starte ich gemächlich, denn es geht gleich ziemlich steil zur Sache. Als 4. Frau laufe ich los und arbeite mich langsam vor. Noch bevor der erste Getränkeposten nach Kilometer 2 kommt, laufe ich bei den Frauen an 2. Position. Die Spitzenläuferin Daniela Gassmann führt das Rennen mit deutlichem Vorsprung an.

Ich habe gute Beine, die Hitze macht mir heute nichts aus und alles läuft rund, so, wie ich es mir vorstelle. Bei jedem Verpflegungsposten schütte ich noch etwas Wasser zum Abkühlen über mich. Ich laufe meinen Rhythmus und kann meine nächste Verfolgerin, welche mir zuerst noch dicht auf den Fersen war, so distanzieren, dass ich nach hinten Luft habe.

Das Laufgefühl stimmt und im oberen Abschnitt überhole ich sogar noch einzelne Läufer. Die steilen Stufen auf dem letzten Kilometer machen mir nichts aus und ich kann das Tempo bis ins Ziel durchziehen.

Im Ziel angekommen, freue ich mich riesig über den Podestplatz! Ich bin stolz darauf, am ‚Kastenlauf‘ hinter Daniela Gassmann die Nr. 2 zu sein, denn sie ist eine der schnellsten Bergläuferinnen der Schweiz. Und der Hohe Kasten ist einer der absolut schönsten und eindrücklichsten Aussichtspunkte in der Schweiz, die ich kenne!

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Blick auf den Hohen Kasten

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Auf ‚dem Kasten‘: 360° Panorama!

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Trainer Hansruedi Bühler ist sichtlich zufrieden

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Blick hinunter auf Brülisau resp. auf’s Appenzellerland

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Rangliste 2016

 

Der Hohe Kasten: Liebe auf den ersten Blick

Tatiana bestritt den Berglauf von Brülisau auf den Hohen Kasten zum zweiten Mal. Vor einem Jahr hatte sie zum ersten Mal mitgemacht. Als sie damals beim Aussteigen aus dem Bus den imposanten Berg im Alpsteinmassiv, der auf der Kantonsgrenze zwischen Appenzell Innerrhoden und Sankt Gallen liegt, 1794 m ü.M. hoch ist und auch als «Rigi der Ostschweiz» bekannt ist, entdeckte, machte sie grosse Augen. Es war Liebe auf den ersten Blick! «Endlich ein richtiger Berg!», sagte sie. Die Resultate fielen entsprechend gut aus: Zweite 2015 (nur wenige Sekunden hinter der Siegerin Nina Zoller) und Zweite 2016 (hinter Daniela Gassmann, die seit vielen Jahren zu den allerbersten Schweizer Bergläuferinnen zählt).