Wiedersehen mit dem Renntier – 3.12.2017

Run, run Rudolph! Mein Trainer Hansruedi Bühler vor dem ‚Renntier‘ – dem Maskottchen des Allschwiler Klausenlaufs.

Nein, ich starte heute nicht am Allschwiler Klausenlauf, sondern begleite lediglich meinen Trainer an den Wettkampf – ausnahmsweise! Wir machen einen Rollentausch! Warum? Nach dem krankheitsbedingten frühzeitigen Saisonende Mitte August und einer längeren Trainingspause durfte ich heute ein wenig „Wettkampfluft“ schnuppern. Aber alles mal von vorne:

Im Herbst 2016 hatte ich eine Fussverletzung, weshalb ich meine Laufsaison früher als geplant beenden musste. Da eine Laufpause zwingend war, habe ich vor allem auf dem Velo trainiert. Ich war 2017 zwar schon früh im Jahr in relativ guter Form, aber ohne ein Lauftraining konnte ich noch keinen Lauf bestreiten. Bis ich endlich wieder wettkampfreif war, war auch schon Anfang Juni.

Die Berglaufsaison 2017 hat für mich sehr gut angefangen nämlich mit einem Sieg beim Berglauf ufs Hörnli (Thurgau). Auch die darauffolgenden Läufe gelangen mir gut: 2. Rang bei Vicques-Rétemberg JU, 2. Rang am Vogellisiberglauf Adelboden BE, 3. Rang am Stierenberglauf Schwarzsee FR und Sieg auf den Belpberg BE (Berner Berglaufcup).

Es ist verrückt – eigentlich hatte ich in der Berglaufsaison 2017 erst 5 Wettkämpfe bestritten! Ich war erst so richtig in Schwung gekommen und mit jedem Lauf noch besser in Form, da bekam ich eine scheinbar harmlose Erkältung und nach dem Start am Berglauf auf den Hohen Kasten AI war meine Wettkampfsaison am 27. August auch schon vorbei! Zum ersten Mal in meiner Berglaufkarriere musste ich ein Rennen aufgeben! Es war so, dass ich eine Woche vor dem Lauf eine Erkältung hatte. Ich habe bis kurz vor dem Berglauf nicht trainiert. Zwei Tage vor dem Lauf machte ich eine kurze Joggingrunde, um zu schauen, ob es wieder geht. Ich fühlte mich nicht wahnsinnig gut, aber auch nicht eindeutig krank.

Normalerweise starte ich nie mit Erkältungssymptomen, da lasse ich lieber mal ein Rennen sausen und kuriere alles vollständig aus. Aber ich hatte dieses Mal das Gefühl, es sei nicht so schlimm und schliesslich war ich gerade noch in Topform gewesen und wollte nun am Kastenlauf um den Sieg laufen!

Vor dem Startschuss, schon beim Einlaufen merkte ich, dass sich alles eigenartig anfühlt und ich bei Tempobeschleunigungen einen zu hohen Puls bekomme, nicht im normalen Bereich. Eigentlich hätte ich hier die ganze Sache abbrechen müssen, aber wenn ich mal im Film bin und ein Ziel vor Augen habe, dann bin ich ein Sturkopf! Nach dem Startschuss, schon nach der ersten Kurve spürte ich, dass es heute nicht geht. Trotzdem lief ich noch bis zum Getränkeposten in der Hoffnung, dass sich die Symptome beruhigen und sich alles einpendelt, sodass ich evtl. doch noch bis ins Ziel laufen kann (ich war bis zum Abbruch bei den Frauen an 2. Position). Der Kastenlauf ist von Anfang an sehr steil und der Kreislauf extrem gefordert, sodass ich mich immer schlechter fühlte; die Atmung war am Anschlag, die Beine schwach und das Schlimmste – der viel zu hohe Puls, das Herz hämmerte mir bis zum Halszäpfchen! Ich quälte mich noch bis zum Getränkeposten und aus war das Rennen und, was ich noch nicht wusste – aus war auch meine diesjährige Laufsaison!!

Der Start hat mir gar nicht gutgetan. Neben der grossen Enttäuschung erholte ich mich schlecht und bekam einen nicht enden wollenden Schnupfen. Schliesslich musste ich Antibiotika gegen die Nasennebenhöhlenentzündung nehmen. Ich war von da an einfach nur noch müde und abgeschlagen. Bis ich das Training wieder aufnehmen konnte, vergingen fast 9 Wochen!

Der Abbruch am Kastenlauf war für mich wie ein Filmriss – du trainierst fast jeden Tag, als Bewegungsmensch ist Sport ein dringendes Bedürfnis, dein Leben, du bist in Topform und auf einmal ist Schluss! Ein Schlag mit der Axt! Ende!

Nun bin ich erholt und glücklich, dass ich wieder trainieren kann!! Auch wenn ich praktisch bei null anfangen musste! Übrigens: Der Allschwiler Klausenlauf ist ein toller Lauf im Baselbiet, an dem ich bereits zweimal teilgenommen habe. Ich habe als Wintertraining jeweils die Kurzstrecke gewählt und freue mich auf eine Teilnahme 2018! Und: Überhaupt freue ich mich riesig auf die kommende Laufsaison!!! Auf geht’s!

Den goldenen Herbst konnte ich leider nicht wirklich geniessen.

Sieg am Bärner Bärgloufcup Belpberg BE – 9.8.2017

Anstatt ein kurzes, schnelles Training zu machen, entscheide ich mich, einen kurzen, schnellen Berglauf zu machen: von Belp auf den Belpberg, 4,7 km mit 350 m Höhendifferenz. Der Lauf ist einer von 5 Bergläufen des Bärner Bärgloufcups (innerhalb einer Woche findet jeden Abend ein Lauf statt).

Es ist mein 5. Rennen in diesem Jahr, aber das erste ‚Nicht-Hitze-Rennen‘… Es regnet und ist nur ca. 16°C. Die erste Hälfte laufe ich zurückhaltend und bin an 3. Stelle bei den Frauen. Kurz vor dem 3. Kilometer überhole ich die beiden führenden Läuferinnen, Cornelia Roth und Christine Hauert, welche nicht weit voneinander laufen. Eine der beiden versucht mir anzuhängen, aber ich drehe nun voll auf und laufe Vollgas bis ins Ziel. Auf den letzten 1,7 km laufe ich einen Vorsprung von 20 Sekunden heraus.

Ich freue mich über diesen Sieg! 2015 habe ich von dieser Berglaufserie die Läufe auf den Gurten und den Ulmizberg gemacht und beide gewonnen. Die kurzen, schnellen Läufe haben’s in sich – man muss mit mehr Biss laufen und die Konkurrenz ist immer gefährlich!

Übrigens habe ich auch gleich den Streckenrekord bei den Frauen verbessert. Die Siegerin von 2014 hatte zwar eine schnellere Zeit, jedoch war die Strecke damals noch 300 Meter kürzer.

Kurz vor dem Zieleinlauf: im Regen

Rangliste 2017

3. Rang am Stierenberglauf FR – 1.8.2017

Heute ist Dienstag, 1. August 2017, die Schweiz feiert ihren Nationaltag und ich stehe in Schwarzsee am Start zum Stierenberglauf im Kanton Freiburg. Ich starte hier zum 5. Mal, und ich will heute meine persönliche Bestzeit unterbieten. Aber vor allem freue ich mich auf den schönen Lauf in der einmaligen Umgebung. Beim Einlaufen blicke ich noch einmal in den Schwarzsee. Der ist so dunkel wie der Name schon sagt. Da es praktisch windstill ist, bleibt die Seeoberfläche glatt, sodass sich die charakteristischen Hügel und Berge rundum darin spiegeln – ein schöner Anblick!

Wir starten um 9.30 Uhr am See in Gypsera zum 9,7 km langen Berglauf. 620 Höhenmeter sind zu bewältigen. Das Streckenprofil hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Vogellisiberglauf; die Steigung, die Abstiege und coupierten Abschnitte. Die ersten 2 Kilometer verlaufen dem See entlang und sind fast flach. Ich laufe nicht zu schnell los, es ist am Anfang sowieso etwas eng. Nun kommt der erste Aufstieg – der längste am Stück und der steilste – , ich komme in Schwung und gebe Gas, denn es ist mein Part!

Nachdem ich auf diesem Abschnitt einige Läuferinnen und Läufer überholt habe, überhole ich kurz vor dem Verpflegungsposten (bei ca. Kilometer 4) die bisher drittpositionierte Läuferin Inge Jenny (Siegerin 2016). Es ist sehr heiss heute, darum laufe ich etwas dosiert weiter. Die Strecke flacht nun kurz etwas ab und geht zur nächsten Steigung auf eine Matte über. Nach ca. 5,5 km erreiche ich das Rippetli, bevor ein steiler Abstieg über Sock und Stein kommt. Das Interessante dabei: Das Ziel kommt erst bei 9,7 km, ist aber nur 1 m höher als das Rippetli. Was für mich bedeutet: Jetzt kommt der harte Teil der Strecke, denn das Streckenprofil kommt mir nicht entgegen und ich muss schauen, dass ich meinen Podestplatz auf den Abstiegen und flacheren Abschnitten nicht verliere.

Es ist sehr heiss und ich sehne mich nach einem Sprung in den Schwarzsee! Es kommt noch ein Verpflegungsposten, aber ich kühle mich zusätzlich bei einem Brunnen am Streckenrand etwas ab… Sowas mache ich sonst nie (ist nur Zeitverlust!), aber ich habe das Gefühl, zu verglühen…

Trotz der Hitze versuche ich die letzten 1,5 Kilometer flüssig zu laufen und das Tempo einigermassen aufrecht zu erhalten. Auch wenn ich das Gefühl habe, nicht mehr ganz so gut unterwegs zu sein, kann ich meinen 3. Rang halten! Ich laufe mit 54:48 ins Ziel und freue mich über das tolle Resultat: Einerseits habe ich meine persönliche Bestzeit deutlich unterboten (55:45 von 2011) und andererseits auf die Siegerin Sandra Brügger nur 2min 07sek verloren!

Als mein Trainer etwas später im Ziel eintrifft, besprechen wir kurz den Lauf. Ich erzähle, dass ich das Gefühl hatte, auf der zweiten Streckenhälfte wegen der Hitze ein wenig eingebrochen zu sein. Da er auch gelaufen ist und meinen Rennverlauf von hinten beobachten konnte, hat er gleich gekontert: «Das kann gar nicht sein, dass du eingebrochen bist – ich habe gesehen, dass sich dein Vorsprung auf die 4. und 5. Läuferin eben genau auf dieser zweiten Streckenhälfte vergrössert hat!» –  «Wasss?!? Tatsächlich…», entgeht es mir. In dem Fall hatte nicht nur ich zu heiss…!

Nach dem Lauf bin ich total zufrieden und bin mir sicher, dass hier am Stierenberglauf eine Steigerung auf jeden Fall möglich sein muss (sei es auch nur wegen niedrigeren Temperaturen…)! Ich glaube, ich komme erst noch richtig in Schwung😉

Startgelände am Schwarzsee

Am Streckenrand…
Im Zielgelände auf der Riggisalp

Ein freudiges Wiedersehen mit Görel und Urs Bieri. Görel kann diese Saison wegen einer Fussverletzung leider keine Läufe machen.
Mit Siegerin Sandra Brügger auf dem Podest. Die Zweite, Maya Chollet, fehlte leider an der Preisverteilung.

Rangliste 2017

 

2. Rang am Vogellisi Berglauf BE – 16.7.2017

Bevor meine Sommerferien beginnen, studiere ich das Berglaufprogramm von Swiss Running. Ich muss nicht lange überlegen – mein nächstes Rennen wird der Vogellisi Berglauf sein: 12,6 km Streckenlänge und 860 m Höhenunterschied von Adelboden bis Sillerenbühl! Ich entscheide mich nach Bauchgefühl für diesen Berglaufklassiker im Berner Oberland. Mein Trainer hat anfangs einige Bedenken, denn seit meiner Fussverletzung letzten Herbst habe ich praktisch nur auf dem Rennrad trainiert und nur wenige Lauftrainings absolviert. Und: Ich habe 2017 nur 2 Bergläufe gemacht, welche erst noch nur halb so lang waren wie der Vogellisi Berglauf! Die Bedenken sind berechtigt, aber ich bleibe bei meiner Idee – schliesslich fühle ich mich gut, bin top motiviert und will endlich wieder einmal ins alpine Gelände!

So stehe ich heute am Start: Mit dem Risiko muskuläre Probleme zu bekommen, weil ich diese Streckenlänge und das Bergabrennen nicht trainiert habe, aber trotz allem bin ich mir meiner Sache sicher und freue mich riesig auf den Lauf!

Der Startschuss fällt um 10.00 Uhr. Dass es anfangs ein wenig staut, bewahrt mich davor, einen Schnellstart hinzulegen. Ich laufe also locker los und forciere nicht. Es steigt im Moment nur leicht, ich laufe bei den Frauen um die 10. Position. Als es steiler wird, fange ich an zu überholen. Zwischen Kilometer 3 und 4 überhole ich zwei Läuferinnen, welche fast hintereinander laufen. Bei der Spurtwertung bei Kilometer 4 (Bergläger) bin ich schon an 3. Position bei den Frauen und hole mir somit eine Spurtprämie.

Da es noch 8,6 km sind bis zum Ziel, behalte ich den lockeren Tritt. Pressieren bringt nichts 😉 ! Der blaue Himmel zeigt sich, es wird warm und ich trinke bei jedem Streckenposten etwas. Nach Bergläger flacht der Weg etwas ab, wird dann aber bald wieder steil und ich arbeite mich vor – kurz vor dem Streckenposten Geils hole ich die bisher zweitpositionierte Läuferin Kathrin Knuchel ein. Ich überhole und forciere jetzt im steilen Gelände. Ich überhole immer noch Läufer, auch wenn das Läuferfeld hier vorne ziemlich auseinandergezogen wurde und man viel Platz hat.

Ich erreiche das Hahnenmoos. Ab jetzt wird es hart für mich, denn nun macht sich das rare Lauftraining bemerkbar – die steilen Zwischenabstiege setzen mir arg zu und ich muss richtig beissen, damit ich den Vorsprung, den ich auf die schnelle Läuferin Kathrin Knuchel herausgelaufen habe, noch irgendwie managen kann. Sie läuft besser bergab als ich und kommt mir wieder näher. Nach dem letzten Abstieg läuft nur noch mein Kopf dieses Rennen resp. den letzten Aufstieg zum Ziel; ich habe Fuss- und Wadenkrämpfe, eigentlich kann ich nicht mehr, aber mein Wille ist stärker als mein Handicap und ich bringe den 2. Rang ins Ziel! Was für ein Krimi! Was für ein Lauf und vor allem freue ich mich darüber, dass ich (ausgenommen von den Krämpfen) keine Schmerzen an den Füssen hatte! Ende gut, alles gut!

Im Ziel erwarten mich meine sportliche Betreuerin Daniela Siegenthaler und mein Vater, welcher mit dem Bike hinaufgefahren ist. Kurz darauf kommt auch schon mein Trainer Hansruedi Bühler ins Ziel; er hat auch am Lauf teilgenommen. Vielen Dank den Dreien für ihre tolle Unterstützung, die treue Begleitung und Begeisterung!

Vor dem Start
Überraschung auf der Strecke…
Der letzte Abstieg

Folgende drei Fotos von Peter Russenberger:

Die drei schnellsten Frauen: Siegerin Petra Eggenschwiler (mitte), ich und Kathrin Knuchel.

Mein Vater, ich und mein Trainer

 

Silleren – es hat um die 1`000 Teilnehmer

Rangliste 2017

2. Rang bei Vicques-Rétemberg JU – 23.6.2017

Heute steht mein zweiter Berglauf 2017 bevor – 6,3km Streckenlänge und 412m Steigung. Das Besondere – ich starte zum ersten Mal im Kanton Jura.

Ich habe mich schon die ganze Woche darauf gefreut! Es gibt so viele schöne Gegenden in der Schweiz. Und die Juragebirgszüge gefallen mir ganz besonders; rundum steile Wälder und gleichzeitig das Gefühl von einer Weite, wenn man in die Ferne blickt. In der dicht besiedelten Schweiz ist das selten. Mich hat es immer schon in den Jura gezogen. Bevor ich mit den Bergläufen angefangen habe, unternahm ich längere Velotouren durch die Schweiz und Frankreich. Die Strecke vom Scheltenpass über die weite Ebene Richtung Delémont weiter nach Frankreich kommt mir sehr bekannt vor. Zudem habe ich einen grossen Teil des Jura-Höhenwanderwegs – Chemin des Crêtes – abgewandert. Den Rétemberg kenne ich allerdings noch nicht…

Die Hinfahrt mit dem Auto dauert gar nicht so lange, wie gedacht. Dafür ist die Hitze enorm – ich muss ständig drauf und dran sein, genug zu trinken. Es ist ca. 32°C – gefühlt aber etwa 40! Darum beschränke ich das Einlaufen auf 15 Minuten, eingeheizt bin ich ja bereits…

Der Start ist im Dorf. Heute bin ich ungewohnt aufgeregt und den ersten Kilometer laufe ich etwas zu schnell, was ich auf dem 2. Kilometer merke. Die Strecke führt aus dem Dorf auf einen Naturpfad und schliesslich durch den Wald, wo es sich ein wenig kühler anfühlt. Die erste Läuferin hat den Vorsprung schon von Anfang an ‚herausgelaufen‘, sodass ich sie nicht mehr sehe.

Im Wald folgt ein sehr schmaler und sehr steiler Pfad, wo ich etwas ‚aufdrehe‘, jedoch das Überholen beschwerlich ist. Zwischen Kilometer 3 und 4 ist ein Getränkeposten – ich kühle mich mit einem Becher Wasser ab… Ab dem 5. Kilometer flacht der breite Waldweg ab und ich ziehe mein Tempo auf dieser ‚Rennbahn‘ noch etwas an. Die letzten 300 Meter spurte ich noch, denn die Läuferin nach mir ist mir dicht auf den Fersen.

Mit einer Zeit von 35:12 beende ich den Lauf. Ich bin zufrieden, schliesslich ist es erst mein zweiter Lauf in dieser Saison und ich muss noch etwas in Schuss kommen. Meine Topform von letztem Herbst habe ich noch nicht ganz erreicht, aber ich bin auf gutem Weg dazu… Übrigens hat die Siegerin Odile Rein-Spycher heute neuen Streckenrekord aufgestellt – bravo!

Ankunft in Vicques
Noch 300 Meter…

Zieleinlauf auf dem Rétemberg

Rangliste 2017

Sieg am Berglauf Ufs Hörnli TG – 3.6.2017

Was für ein Comeback! Der Berglauf von Fischingen TG aufs Hörnli war kurz aber heftig – der 6,3 km lange und mit einer Steigung von 560 Metern steile Lauf bei Temperaturen gegen 30°C hatte es in sich! Das war mein erstes Rennen nach rund 7½ Monaten Wettkampfpause. Mein Ziel, wieder Wettkämpfe laufen zu können, habe ich mit diesem Sieg übertroffen.

Leider hatte ich mein letztes Saisonziel 2016, den Berglauf La Dérupe VS, wegen einer Fussverletzung streichen müssen. Nach einer 3-monatigen Laufpause musste ich den `Tritt` wieder finden und testen, ob mein Fuss wieder wettkampftauglich ist. Es war ungewiss, ob ich je wieder Bergläufe machen würde. Dass der Lauf nun so gut gelungen ist, überrascht und ist nicht selbstverständlich. Schliesslich habe ich ca. 80% meiner Trainingszeit auf dem Rennrad verbracht und nur ein absolutes Minimum an Lauftrainings absolviert.

Vor dem Start ist es so heiss, dass ich nur ein 15-minütiges Einlaufen mache… Da die Startstrecke schon sehr steil ist, laufe ich locker los und ziehe das Tempo erst nach ca. 10 Minuten an. Langsam arbeite ich mich vor und bin nach ungefähr einer Viertelstunde bei den Frauen an der Spitze. Mit der Hitze komme ich gut klar. Die Laufstrecke besteht mehrheitlich aus Naturwegen und hat sehr steile Abschnitte, was mir sehr gut liegt. Ich überhole immer wieder Läufer, orientiere mich aber an einem Läufer, der immer mit gleichem Vorsprung mein Tempo läuft.

Mir läuft es sehr gut. Als die 6-Kilometer-Marke kommt, will ich die 300 Meter bis ins Ziel spurten. Erst dort merke ich die Hitze und weiss, dass ich eigentlich nicht mehr schneller kann. Aber wenn ich mal zum Spurt angesetzt habe, dann ziehe ich’s durch! Voilà!

Folgende Fotos aus der Homepage des Veranstalters www.lscwil.ch:

Start in Fischingen

Auf dem Hörnli auf 1’133 m

Siegerehrung… Zu meiner Linken Fabe Downs

Rangliste 2017