Podest am 8,4km langen Lueg Lauf: Als zweite Frau passiere ich die Ziellinie auf der Lueg mit meiner persönlichen Bestzeit von 38min 14sek. Es gewinnt das Supertalent Delia Sclabas mit der schnellen Zeit von 36:21. Dritte wird Céline Aebi mit 38:32.
Ungewöhnlich warm ist es heute am Lueg-Lauf. Die Sonne scheint bei ca. 18°C und ich entscheide mich kleidungstechnisch für oben kurz/unten kurz. Der Lauf beginnt in Heimiswil und führt nach einer Startschlaufe durchs Dorf über einen mehrheitlich asphaltierten Weg auf die Lueg. Die Strecke ist wegen häufigen Rhythmuswechseln (immer wieder Auf- und Abstiege) anspruchsvoll. Der Höhenunterschied vom Start- zum Zielort beträgt nur 240 Meter. Mit den Abstiegen (100m) kommt man jedoch auf 340 Meter (soviel muss man ja wieder hoch).
Mein Ziel war es, meine persönliche Bestzeit von 38:55 von 2011 (damals war ich Tagessiegerin) zu unterbieten. Da ich im ganz steilen Gelände zu Hause bin, ist der nicht gerade steile Lueg-Lauf für mich eine echte Herausforderung. Bisher war meine Devise jeweils: Locker starten, Rhythmus finden, dann voll aufdrehen! Die habe ich aber bereits beim Einlaufen gleich über den Haufen geworfen, schliesslich ist Saisonende und ich habe nichts zu verlieren!
Wie gesagt, laufe ich heute mit Risiko. Nach superschnellen 3 Kilometern überhole ich Céline Aebi und bin 2. hinter Delia Sclabas. Das hohe Tempo rächt sich später. Auf dem 5. Kilometer werden meine Beine ungewohnt schwer. Auch wenn ich nun weiss – ab jetzt wird’s hart! – versuche ich, einen guten Rhythmus zu laufen.
Ich quäle mich die letzte Steigung hoch, schliesslich will ich meinen 2. Rang ins Ziel bringen! Es gelingt mir tatsächlich. Als ich auf meine Stoppuhr blicke, stelle ich fest: persönliche Bestzeit!! Ich hab’s geschafft!


















