5. Rang am Passwang-Berglauf SO – 21.5.2016

Mein zweiter Berglauf diese Saison: 10,4km lang, 684m Steigung und 129m Abstieg. Er ist zugleich der Selektionslauf für die Berglauf-Europameisterschaft in Arco/Italien.

Bei schönstem Wetter und 25°C fällt der Startschuss im Dorf Mümliswil, das von Jurahügelzügen umgeben ist (ich liebe den Jura!). Ich bin hinter den schnellsten Läuferinnen eingereiht und starte nicht allzu schnell. Dieses Mal habe ich keinen „Fight“ mit Konkurrentinnen, weil ich in einer Lücke laufe; vor und hinter mir ist keine Läuferin in Sicht. Ich laufe „meinen Stiefel“. Grundsätzlich läuft es mir gut, auch wenn das Streckenprofil mit vielen flacheren Abschnitten nicht meinen Vorzügen entspricht.

Auf der zweiten Streckenhälfte macht sich eine Blase am rechten Fuss brennend bemerkbar (etwas, das ich bisher nicht gekannt habe…). Ab jetzt ist mein Laufstil nicht mehr so toll anzusehen… Dafür laufe ich so gut es geht mein Tempo und auch die steile Rampe kurz vor Zieleinlauf renne ich noch einigermassen zügig hoch und beende den top besetzten Qualilauf mit Stolz als 5. Frau. Mit riesigem Vorsprung und Streckenrekord gewinnt die Weltklasseläuferin Martina Strähl mit einer ausserirdisch schnellen Zeit von 47 Minuten und 44 Sekunden! 2. Frau ist Maya Chollet (54:31), 3. Petra Eggenschwiler (54:44) und 4. Céline Aebi (54:50). Danach folge schon ich (56:37) 😉

Ich danke meinem Trainer Hansruedi Bühler und meiner Betreuerin Daniela Siegenthaler für die tatkräftige Unterstützung am Streckenrand!

Rangliste 2016

Ein paar Eindrücke in Bildern…

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Vor dem Rennen…
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Einlaufen im Schatten
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P1200940Mitten im Rennen – meistens an der prallen Sonne.
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Nach dem Lauf

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Mitfiebern, mitleiden und sich mitfreuen – ein Renn-Nachmittag mit Tatiana von Allmen

Ein Bericht von Hansruedi Bühler.

Mitfiebern

Meine Freundin Daniela und ich begleiten Tatiana von Allmen an den Passwang-Lauf, der von Mümliswil auf den Oberen Passwang führt. Tatiana nimmt bereits zum siebten Mal an diesem zur Jura-Top-Tour zählenden Berglauf teil. Mit Ausnahme von 2013, als sie Zwölfte wurde, ist ihr bisher immer ein Platz unter den besten zehn Frauen gelungen. Das beste Ergebnis war der vierte Rang im Jahr 2015. Dieses Jahr ist der Lauf besonders gut besetzt. Einige der besten Schweizer Bergläuferinnen kämpfen um die Teilnahme an der Berglauf-Europameisterschaft in Italien. Tatiana ist trotzdem – und obschon die nicht sehr steigungsreiche Strecke ihren Fähigkeiten nicht entgegenkommt – zuversichtlich, vorne mitmischen zu können. Während sie sich einläuft (von Warmlaufen kann bei der ungewohnten Hitze nicht die Rede sein…), joggen Daniela und ich auf den ersten Hügel. Um 15.00 Uhr fällt auf dem Lindenplatz in Mümliswil der Startschuss. Daniela positioniert sich am Ende der ersten Steigung am Streckenrand, um ein paar Fotos für Tatianas Homepage zu machen. Tatiana flitzt an ihr vorbei und taucht schon bald danach bei mir auf. Ich warte in der Mitte eines langen Flachstückes. Etwa vier Kilometer sind nun gelaufen. Die Weltklasse-Bergläuferin Martina Strähl führt das Frauenrennen mit grossem Vorsprung an. Knapp eine Minute hinter dem Trio Petra Eggenschwiler, Maya Chollet und Céline Aebi folgt Tatiana auf dem fünften Platz. Ich feuere sie an und renne dann auf einer Abkürzung zum nächsten Beobachtungspunkt bei Kilometer 5,5. Die Strecke führt hier abwärts. Die ersten Männer und auch Martina Strähl spurten in einem Tempo den Berg hinunter, dass der Boden zu zittern scheint. Tatiana liegt immer noch an fünfter Stelle. Sie strahlt und streckt den Daumen in die Höhe, als ich ihr zurufe. Schnell renne ich auf einem Waldweg zu Kilometer 6,3. Nun geht es endlich bergauf. Ich stoppe die Zeit: Tatiana liegt etwa siebzig Sekunden hinter Chollet, Eggenschwiler und Aebi. Noch scheint einiges möglich zu sein, denn die steilsten Steigungen stehen noch bevor.

Mitleiden

Daniela und ich beeilen uns, um auf einem steilen Weglein rechtzeitig zum achten Kilometer zu kommen. Es gelingt uns. Martina Strähl als erste Frau ist zwar längst vorbeigelaufen. Die drei scheinbar unzertrennlichen Verfolgerinnen sehen wir aber noch. Und dann erscheint auch schon Tatiana. Doch etwas scheint nicht zu stimmen: Tatiana setzt die Füsse im sehr steilen Gelände ungewohnt schräg auf. Ich frage, ob alles in Ordnung sei. Sie nickt. Ich mache mir aber etwas Sorgen. Vor einer Woche hatte Tatiana auf den Start am Berglauf von Vallorbe auf den Dent du Vaulion verzichtet, weil sie ein Problem mit einem Fuss gehabt hatte. „Hoffentlich nichts Schlimmes“, denke ich. Daniela und ich folgen kurz der Strecke. Bald sehen wir bis zum Ziel hinauf. Die Strecke wird noch einmal flach und führt dann durch einen Wald aufwärts. Wir kürzen ab und nehmen den steileren Weg über eine Wiese. Bald schiesst Tatiana hoch über uns aus dem Wald. Wir jubeln zu ihr hinauf. Als sie uns hört, streckt sie die Arme in die Luft. Es scheint alles in Ordnung zu sein. Den fünften Platz wird sie sicher ins Ziel bringen.

Sich mitfreuen

Wir warten oberhalb des Bergrestaurants Oberer Passwang auf Tatiana. Sie strahlt wie ein Leuchtkäfer. „Yes!“, sagt sie. Wir gratulieren ihr. Die Frage nach dem Fuss ist rasch geklärt: eine Blase an der rechten Fusssohle, schmerzhaft zwar und etwas hemmend, aber nichts Gravierendes. Wir sind erleichtert. Während Tatiana nun in den Läuferbus steigt, um nach Mümliswil zurück zu fahren, machen Daniela und ich uns auf den Fussweg ins Tal. Wir geniessen die Sonne und den Blick auf die bewaldeten Jurahügel in der Nähe und die Schneegipfel der Alpen in der Ferne. Und ja: Wir sind stolz auf „unsere“ Läuferin, die sich direkt hinter den besten Schweizerinnen eingereiht hat. Weiter so, Tate!

4. Rang am Tüfelsschlucht-Berglauf Hägendorf SO – 29.4.2016

Als ich mit einer gelaufenen Zeit von 42min und 2sek als 4. Frau auf dem Allerheiligenberg ins Ziel laufe, sollte ich eigentlich zufrieden sein, denn es ist meine persönliche Bestzeit am schönen Tüfelsschluchtlauf. Aber ich bin alles andere als happy. Doch alles der Reihe nach:

Jedes Jahr freue ich mich von Neuem auf den Tüfelsschlucht-Berglauf im Solothurner Jura, denn dort starte ich jeweils meine Berglaufsaison.  Die 8,3km lange Strecke mit 500m Höhenunterschied führt von Hägendorf durch die speziell schöne Tüfelsschlucht auf den Allerheiligenberg.

Nach vielen nasskalten und schneereichen Tagen kommt das Wetter wie bestellt: sonnig, schön und angenehm warm. Eigentlich stimmt alles. Ich starte nicht allzu schnell, aber die Anfangsschlaufe bis zum Schluchtanfang laufe ich  (für Saisonbeginn) doch in zu hohem Tempo. Ich merke es daran, dass ich in der Schlucht, wie jedes Jahr, zwar auf Überholkurs bin, jedoch die Überholmanöver auf dem schmalen Schluchtweg dieses Jahr zu viele Körner und Nerven kosten. Ich kann das Tempo halten, bin aber unendlich froh, als ich aus der engen Schlucht auf die breite Matte komme, wo ich viel Platz und Weitsicht habe.

Ich versuche weiterhin ein flottes Tempo zu laufen, schliesslich ist mir eine gute Laufzeit wichtig. Als ich nach vorne blicke, entdecke ich plötzlich die nächste Läuferin vor mir, Jutta Brod, mit einem Vorsprung von geschätzten 30 Sekunden. Es juckt mich, und ich kann es nicht unterdrücken, das Tempo noch ein wenig zu steigern… Zu meinem eigenen Erstaunen gelingt es mir trotz dem heuer beschwerlichen Aufstieg, näher zu kommen. Auf der Zielgeraden ziehe ich das Tempo nochmals an. Jutta Brod tut das aber auch, und so schaffe ich es zwar, sie einzuholen, komme aber nicht an ihr vorbei. Was für ein Krimi!

Nun bin ich nicht wegen des knapp verpassten Podestplatzes nicht zufrieden, sondern deswegen, weil das Laufgefühl noch nicht gestimmt hat. Wie gesagt, ganz nüchtern betrachtet war der erste Berglauf in der Saison mit PB über den Erwartungen und ebenfalls die tolle Rangierung bei dieser starken Konkurrenz! Übrigens: Die Siegerin ist Petra Eggenschwiler. Zweite wird Céline Aebi vor Jutta Brod – und eben mir… 😉

Rangliste 2016

2. Rang auf der Kurzstrecke am Sensler Frühlingslauf FR – 17.4.2016

Es ist mein letzter Aufbaulauf vor der Berglaufsaison. Die Kurzstrecke in Tafers ist 6,2km lang und coupiert. Geteerte Strassen und vom Regen aufgeweichte Feldwege wechseln sich ab. Die Strecke gefällt mir. Wegen leichten Magenbeschwerden kann ich jedoch nicht aus dem Vollen schöpfen. Trotzdem  bin ich mit dem Resultat sehr zufrieden. Mit einer Zeit von 25min 27sek laufe ich als zweite Frau ins Ziel, dicht gefolgt von Nicole Bürgisser. Alina Pochon gewinnt mit 25:03 das Rennen. Sie ist die aktuelle U20 Schweizermeisterin in der Disziplin 10km Strasse.

Sieg auf der Kurzstrecke am Heitenriederlauf FR – 2.4.2016

Die Wettkampf-Winterpause ist vorbei – endlich! Der Frühling ist da und ich freue mich riesig auf die neue Laufsaison!

Wie im letzten Jahr bestreite ich zur Vorbereitung auf die bevorstehenden Bergläufe ein paar kurze Läufe. Dadurch erhöhe ich mein Grundtempo, was mich schließlich zu einer guten Form bringt.

So nehme ich heute die Kurzstrecke von 6,2km in Heitenried unter die Füsse. Die Strecke ist anspruchsvoll, es geht immer auf und ab, und der Untergrund wechselt ständig von asphaltierten Strassen zu Feld- und Waldwegen. Mit der Zeit von 25 Minuten und 18 Sekunden beende ich als erste Frau das schnelle, kurze Rennen und bin damit mehr als zufrieden!

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Görel Bieri und ich nach dem Lauf.

Ich freue mich, als ich heute Görel Bieri wieder sehe. Sie ist passionierte Bergläuferin. Wir haben uns an einem der Jura Top Tour Bergläufe kennengelernt, vor etwa 12 Jahren, als ich damit angefangen habe (wie lange das schon her ist…)! Sie macht den Hauptlauf, welcher 10,2km lang ist.

Görel Bieri nahm unter ihrem Mädchennamen Partapuoli als Skilangläuferin an den Weltmeisterschaften 1974 im schwedischen Falun und an den Olympischen Spielen 1976 im österreichischen Innsbruck teil. An der Olympiade erreichte sie mit der schwedischen Staffel über 4 x 5 Kilometer den vierten Platz. Im Einzel wurde sie 16. auf der 10-Kilometer-Strecke und 22. auf der 5-Kilometer-Strecke. 1974 wurde sie Schwedische Meisterin über 5 Kilometer. Sie ist verheiratet mit dem ehemaligen Schweizer Langläufer Urs Bieri und lebt im Kanton Fribourg. In ihrer Altersklasse (Frauen 60) gehört sie heute zu den besten Bergläuferinnen in der Schweiz.

2. Rang am Lueg-Lauf BE – 8.11.2015

Podest am 8,4km langen Lueg Lauf: Als zweite Frau passiere ich die Ziellinie auf der Lueg mit meiner persönlichen Bestzeit von 38min 14sek. Es gewinnt das Supertalent Delia Sclabas mit der schnellen Zeit von 36:21. Dritte wird Céline Aebi mit 38:32.

Ungewöhnlich warm ist es heute am Lueg-Lauf. Die Sonne scheint bei ca. 18°C und ich entscheide mich kleidungstechnisch für oben kurz/unten kurz. Der Lauf beginnt in Heimiswil und führt nach einer Startschlaufe durchs Dorf über einen mehrheitlich asphaltierten Weg auf die Lueg. Die Strecke ist wegen häufigen Rhythmuswechseln (immer wieder Auf- und Abstiege) anspruchsvoll. Der Höhenunterschied vom Start- zum Zielort beträgt nur 240 Meter. Mit den Abstiegen (100m) kommt man jedoch auf 340 Meter (soviel muss man ja wieder hoch).

Mein Ziel war es, meine persönliche Bestzeit von 38:55 von 2011 (damals war ich Tagessiegerin) zu unterbieten. Da ich im ganz steilen Gelände zu Hause bin, ist der nicht gerade steile Lueg-Lauf für mich eine echte Herausforderung. Bisher war meine Devise jeweils: Locker starten, Rhythmus finden, dann voll aufdrehen! Die habe ich aber bereits beim Einlaufen gleich über den Haufen geworfen, schliesslich ist Saisonende und ich habe nichts zu verlieren!

Wie gesagt, laufe ich heute mit Risiko. Nach superschnellen 3 Kilometern überhole ich Céline Aebi und bin 2. hinter Delia Sclabas. Das hohe Tempo rächt sich später. Auf dem 5. Kilometer werden meine Beine ungewohnt schwer. Auch wenn ich nun weiss – ab jetzt wird’s hart! – versuche ich, einen guten Rhythmus zu laufen.

Ich quäle mich die letzte Steigung hoch, schliesslich will ich meinen 2. Rang ins Ziel bringen! Es gelingt mir tatsächlich. Als ich auf meine Stoppuhr blicke, stelle ich fest: persönliche Bestzeit!! Ich hab’s geschafft!

Rangliste 2015

Sieg und Kantonalmeisterin bei Biel-Magglingen BE – 31.10.2015

Bernische kantonale Berglaufmeisterschaft: Strecke 7,837km und 500m Steigung. Mit 40:17 Minuten mein 7. Saisonsieg und zum ersten Mal Berner Kantonalmeisterin im Berglauf! 2. wird Karin Jaun mit 42:39 und 3. Alizée Schnegg mit 43:11 Minuten.Kantonalmeisterin15 001

Wir starten bei Nebel und kühlen Temperaturen auf der Neuenburgstrasse. Wie immer laufe ich nicht zu schnell los. Die ersten 800 Meter auf der Hauptstrasse am Bielersee sind flach, dann biegen wir in eine steile Quartierstrasse ein, welche bald in den Wald mündet. Wie schon am Jeiziberglauf laufe ich als 6. Frau in die Steigung und bin nach etwa 1,5km an der Spitze.

Ich laufe regelmässig und überhole immer wieder einzelne Läufer und Läufergruppen. Die Strecke führt über einen breiten Waldweg zum höchsten Punkt. Bei Kilometer 7 verlassen wir den breiten Wanderweg und zweigen in einen mit feuchtem Laub bedeckten Pfad ab, der 800 Meter lang ist und steil abwärts führt. Nach einem Schlussspurt laufe ich mit einer persönlichen Bestzeit ins Ziel.

 

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Rangliste 2015

2. Sieg am Jeizibärg-Lauf VS – 18.10.2015

 

Mein zweiter Sieg am Walliser Berglauf von Gampel nach Jeizinen mit einer persönlichen Bestzeit von 44:11. 6,15km und 885m Höhendifferenz.

Im Gegensatz zum Sieg 2011, den ich im Endspurt gegen die schnelle Läuferin Stephanie Heuerding geholt habe, bin ich dieses Mal mit einem komfortablen Vorsprung von 2:50 ins Ziel gelaufen. 2. Frau wurde Corinne Wenger und 3. Emilie Bonnet.

Nach einer kurzen Zugfahrt vom Berner Oberland ins Walliser Rhonetal steige ich in Gampel-Steg aus und das Thermometer zeigt gerade mal 3°C an. Das Dorf Gampel liegt morgens noch im Schatten, was sich bis zum Start um 11:00 ändert, denn der Himmel ist blau.

IMG_4862Die Bedingungen für den Berglauf sind heute ideal: Der Untergrund ist trocken, die Sonne scheint und es ist kühl (für mich jedenfalls). Der Start ist wegen einer Baustelle etwas verschoben. Ich bin ca. in drittvorderster Reihe positioniert. Als der Startschuss fällt, laufe ich locker los, um meinen Rhythmus zu finden. Dabei sehe ich eine ganze Schar Läuferinnen und Läufer an mir vorbeiziehen. Es kommt kurzfristig zu einem Gedränge auf den ersten 600 Metern durch Gampel. Ich zähle 5 Frauen vor mir. Als ich nach dem Dorfdurchlauf in den steilen und steinigen Bergweg einbiege, hat sich das Läuferfeld etwas auseinandergezogen, sodass man angenehm Platz hat.

Auf dem schönen Bergpfad finde ich mein Tempo und fange an zu überholen. Die bergige Strecke und das Profil mit durchschnittlich um die 15 Steigungsprozenten kommen mir sehr entgegen und ich bin sofort im Element. Das ist mit ein Grund, weshalb der „Jeizibärg Louf“ einer meiner absoluten Lieblingsläufe ist, nebst der schönen Landschaft und tollen Atmosphäre.

Die Steigung ist mehr oder weniger gleichmässig. Nach etwa einem Viertel der Strecke überhole ich die letzte Frau resp. die gerade erst noch erste… Der obere Streckenabschnitt ist etwas weniger steil. Mir läuft es sehr gut, ich bin immer IMG_4864noch auf ‚Überholkurs‘. Nach 32 Minuten blicke ich auf meine Stoppuhr und beschliesse, ab jetzt noch einen „Zwölfminüteler“ zu machen, indem ich versuche, mein Tempo so gut es geht bis ins Ziel noch etwas zu steigern.

Auf dem letzten Kilometer hat es zahlreiche Zuschauer, die mich motivieren. Von einem „schnellen“, also nicht extrem steilen Wiesenweg, biegt man in den sehr, sehr steilen Kiesweg ein, der ins idyllische Bergdorf Jeizinen führt. Es sind nur noch ca. 250 Meter bis zum Ziel. Doch diese kurze „Rampe“ kommt mir nach meiner vorherigen Temposteigerung wie eine Wand vor, in der ich gefühlsmässig fast still stehe. Aber nach der letzten Kurve durchs Dorf wird’s etwas flacher und ich bin schneller im Ziel als ich denken kann – Sieg!!! – ich hab’s geschafft! Und damit habe ich mein Saisonziel 2015 erreicht, yesssss!

Kurzbericht von Radio Rottu Oberwallis

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Foto aus Promosports. Kurz vor Zieleinlauf…

Bericht auf Promosports von Bernard Mayencourt

 

 

 

 

Rangliste 2015

Nachbemerkung: Am Jeiziberglauf sind immer Walliser Spitzenläuferinnen und -läufer dabei, was die Qualität des Berglaufs untermauert – wenn man dort startet, begibt man sich so zu sagen „in die Höhle des Löwen“, und um so schöner ein Sieg…

Da mit Werner Marti aus Grindelwald ebenfalls ein Berner den Tagessieg geholt hat, kommentiert ein Walliser Zuschauer während der Siegerehrung: „Von wegen – die Berner sind langsam…!“ 😉

 

Sieg am Berglauf Hasle-Heiligkreuz-First LU – 4.10.2015

Mein 5. Saisonsieg und mit 46:36 meine persönliche Bestzeit. 2. wird die Vorjahressiegerin Edith Steinmann mit 48:04 und 3. Alexandra Wallimann mit 50:37, Siegerin 2013.

Als ich am Morgen in Hasle ankomme, regnet es in Strömen und es ist kalt. Beim Lösen der Startnummer versichert mir der Kassier, das sei absolut kein Problem, er habe auf 10:30 (Startzeit) trockenes Wetter bestellt. Und in der Tat: Die dunkelgrauen Wolken verflüchtigen sich und der schöne, hellblaue Himmel kommt zum Vorschein. Nun blendet mich die Sonne beinahe, so dass ich mir Regen schon gar nicht mehr vorstellen kann. Und der Speaker meint, die Organisatoren hätten ‚einen guten Draht zu Petrus‘.

Bei Sonnenschein nehme ich die 8km und 710 Steigungsmeter in Angriff. Ich bin vorne mit dabei, auch wenn ich nicht allzu schnell starte. Die Strecke ist sehr abwechslungsreich; Wiesen, geteerte Strassen, Kies- und Waldwege wechseln sich ab. Verteilt am Streckenrand stehen Zuschauer und feuern uns Läufer an, was mir jedes Mal einen zusätzlichen Energieschub gibt. Ich bin gut drin, ich überhole immer wieder Läufer.

Mit Schwung passiere ich das Dorf Heiligkreuz. Danach kommen die letzten drei Kilometer, auf denen ich nochmals aufs Tempo drücke, denn es ist ‚mein Abschnitt‘ – ein steiler, bergiger Weg, der am Schluss über die Matte bis ins Ziel auf die First führt. Mit einem Endspurt überquere ich die Ziellinie und bin total happy – first woman on First! = )

Rangliste 2015

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Hasle201507     Hasle201503

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Bildquelle:

Fotos 2015 von der Homepage des Skiclubs Hasle – Veranstalter des Berglaufs Hasle-Heiligkreuz-First.

 

Sieg am Berglauf Lenk – Iffigenalp BE – 27.09.2015

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Da strahlen 3 um die Wette: die Blumen, die Sonne und Tatiana 🙂

Tatiana von Allmen gewann den zum 33. Mal ausgetragenen Berglauf-Klassiker von Lenk auf die Iffigenalp mit dem Vorsprung von 4:52 Minuten auf  Edith Zurbrügg. Für die 8,5  Kilometer lange Strecke mit einer Höhendifferenz von 500  Metern benötigte Tatiana 46:08 Minuten. Damit war sie deutlich schneller als die Siegerinnen der letzten Jahre: 2010 hatte Susanne Habegger in 46:59 Minuten gewonnen, 2011 Karin Jaun in 46:59 Minuten, 2012 Karin Jaun in 46:49 Minuten,  2013 Céline Aebi in 49:07 Minuten und 2014 Corinne Zeller in 48:15 Minuten.

 

Lenk-Iffigenalp2_2015Tatiana holte sich den vierten Tagessieg im Jahr 2015.

Gesamthaft war es  der 15. Tagessieg im 151. Rennen ihrer Karriere. Bei Lenk – Iffigenalp startete sie zum 4. Mal: 2004 war sie (als erste Juniorin) mit einer Zeit von 56:26 Minuten 6. geworden, 2006 mit 49:48 Minuten 2. und  2008  mit 49:04 Minuten 4.

(hb.)

Wildspitz-enleistungen!

Es war ein toller Tag für Tatiana von Allmen: Sie feierte ihren 30. Geburtstag, bestritt ihr 150. Rennen und kam beim vierten Start am  Wildspitzlauf zum vierten Mal aufs Podest – und das nach einer hervorragenden Leistung mit deutlicher persönlicher Bestzeit. Die bisherigen Ränge (Overall) auf dem Wildspitz: 2. im Jahr 2011, 1. im Jahr 2012, 2. im Jahr 2013 und 2. im Jahr 2015.

(hb.)